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Winterdienst 2020

Gemeinsam auf den Winter einstellen

Bei Schneefall ist die Zusammenarbeit von Gemeinde und Bürger*innen wichtig, um die Sicherheit auf Straßen und Gehwegen zu gewährleisten.
7. Januar 2020

Bei Schneefall und Eisglätte sind Bürger*innen und Gemeinde gefragt. (Foto: Marina Prüller)

Der Winter ist da! Die Temperaturen bewegen sich um den Gefrierpunkt und wenn noch nicht geschehen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dicke weiße Flocken vom grau getrübten Himmel purzeln und die Gemeinde mit einer Schneedecke überziehen. Die Welt scheint wie in Watte gepackt und still zu stehen. Die Wintersportfans freuen sich, jetzt lohnt ein Ausflug ins Voralpenland zum Skifahren, Langlaufen oder Rodeln. Doch auch in der Heimat sind Wintertage ein Genuss, vor allem für Kinder, die nun mit Schlitten bepackt zum Friedhofshügel spazieren können und von dort ins Tal hinab sausen. Schön ist sie anzusehen die Winterpracht, vor allem dann, wenn wir nicht aus dem Haus müssen, keinerlei Verpflichtungen haben und wir nicht in die Arbeit müssen. Schneetage sorgen gewissermaßen für Entschleunigung.

Gemeinsam auf den Winter einstellen

Müssen wir doch vor die Tür, so ist vor allem auf den Straßen Vorsicht geboten, wenn wir mit dem Auto unterwegs sind. Das letzte Jahr zeigte: Schon ein paar besondere Umstände, wie extremer Schneefall in kurzer Zeit und zu geringer Räum- und Streueinsatz auf den gemeindlichen Wegen und Straßen, werden für alle Verkehrsteilnehmer*innen zu einer Herausforderung. Daher sollten sich alle Räum- und Streupflichtigen, sowohl Privatpersonen als auch die Gemeinde, auf den Winter vorbereiten und Vorkehrungen treffen, damit Schnee nicht zu einem Chaos auf den Wegen und Straßen führt.

Gemeinde und Bürger*innen zuständig

Neben der Gemeinde sind in Neubiberg die Grundstückseigentümer*innen für das Räumen und Streuen mit in der Pflicht: Die Grundstückseigentümer*innen sind für die reinen Gehwege und Randzonen in den verkehrsberuhigten Bereichen zuständig. Der Bauhof der Gemeinde übernimmt mit einem externen Vertragsunternehmen die Straßen und die zum Radeln freigegebenen Geh- und Radwege. Der Bauhof leistet dabei v.a. an sicherheitsrelevanten Bereichen wie Bushaltestellen, Fußgängerüberwegen an Kreuzungen und auf den Gehwegen auch mit Fußtrupps Dienst. Der externe Dienstleister bedient schwerpunktmäßig die Fahrbahnen der großen Straßen.

Neuer externer Räumdienst

Im letzten Jahr traten Schwierigkeiten mit der Dienstausübung des externen Vertragsunternehmens im Winterdienst auf, die sich nicht lösen ließen. Die Gemeinde zog daher zum Ende der letzten Winterdienst-Saison die Notbremse und kündigte den Vertrag mit dem damals beauftragten Räumunternehmen. Seit November 2019 ist nun ein neues Vertragsunternehmen für die Gemeinde im Einsatz, um Wege und Straßen von Schnee und Eis zu befreien und teils auch mit Salz oder Splitt zu streuen, damit ein sicherer Verkehr erhalten bleibt.

Kein Salz auf Gehwegen!

In Neubiberg wird im Winterdienst aus Umweltgründen nicht überall mit Tausalz gearbeitet. Der Einsatz von Tausalz ist vielmehr auf besonders wichtige Strecken wie Busrouten, Gefälleabschnitte oder auch Zufahrten zu Feuerwehr, Schulen und Kindergärten beschränkt. Alle anderen Fahrbahnen werden im Regelfall nur geräumt. Splitt wird im Fahrbahnbereich grundsätzlich nicht ausgebracht, da dieser sonst vom Verkehr unmittelbar vertragen und damit wirkungslos würde. Daher werden nur Geh- und Radwege gesplittet. Auch für den Winterdienst durch die Grundstückseigentümer gilt, sofern örtlich keine ganz besondere Glättegefahr besteht: Kein Salz auf den Gehweg!

Die Winterdienstregelungen für Gemeinde und Bürger*innen im Überblick

Die Gemeinde Neubiberg gewährleistet den Winterdienst im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. So richtet sich die Räumpflicht grundsätzlich nach der Leistungsfähigkeit der Gemeinde und der Verkehrsbedeutung ihrer Straßen. Ihre Streupflicht auf Straßen ist auf die üblichen Zeiten des normalen Verkehrsaufkommens begrenzt. Zur Nachtzeit besteht keine Räum- und Streupflicht.

Aufgrund verschiedener Gesetze, Verordnungen und richterlicher Urteile sind im Winter Gemeinde und Bürger*innen gemeinsam verpflichtet, den öffentlichen Straßenraum für Fußgänger*innen und Autos freizuhalten. So müssen die Anwohner*innen Folgendes beachten:

  • Sie müssen die Gehwege für Fußgänger*innen und gegebenenfalls auch für Radfahrer*innen räumen und streuen.
  • Unabhängig vom Einsatz der beauftragten Räumfahrzeuge auf der Fahrbahn müssen die Anwohner*innen, wenn kein Gehweg vorhanden oder dieser durch eine Baustelle/ein Gerät versperrt ist, einen entsprechend breiten Rand der öffentlichen Straße entlang ihres Grundstücks räumen und streuen. Dies trifft insbesondere auf die verkehrsberuhigten Bereiche zu.
  • Die Räum- und Streupflicht beginnt vor Einsetzen des Berufsverkehrs, sprich: vor 7 Uhr und kann nach Beendigung des Tagesverkehrs gegen 20 Uhr eingestellt werden. Während dieser Zeit müssen Anwohner*innen regelmäßig streuen und räumen, das heißt, immer wieder, wenn erforderlich.
  • Die Gehwege dürfen nur mit Sand oder anderen abstumpfenden Mitteln, auf keinen Fall mit umweltschädlichen Stoffen (Salz) und Feuerungsrückständen wie Asche bestreut werden. Zum Streuen hat die Gemeinde rund 40 Kästen mit Streusplitt aufgestellt. Die Standorte der Splittkästen im Gemeindegebiet lesen Sie hier.

Die Bewältigung all dieser Aufgaben kann durch gegenseitiges Verständnis, nachbarliche Hilfsbereitschaft und rücksichtsvolles Verhalten aller Beteiligten wesentlich erleichtert werden. Die Gemeinde Neubiberg möchte sich bereits an dieser Stelle bei allen bedanken, die ihrer Aufgabe nachkommen und sich kooperativ zeigen.