Leerstehende Immobilien

Sie haben eventuell eine Immobilie. Was tun?

 

Etwaige Angebote sollen dem Immobilienmanagement des Landratsamtes gemeldet werden. Dieses klärt die baurechtliche Zulässigkeit mit der Unteren Baugenehmigungsbehörde und besichtigt das Objekt/Grundstück vor Ort. Die Regierung von Oberbayern prüft es auf Wirtschaftlichkeit und Erstattungsfähigkeit.

 

Der Landkreis tritt für alle Objekte als Mieter auf, es sei denn, es handelt sich um eine Gemeinschaftsunterkunft – dann ist die Regierung von Oberbayern oder der Freistaat Bayern selbst Mieter.

 

Das Immobilienmanagement fertigt daraufhin einen Mietvertragsentwurf, der mit dem Vermieter besprochen und verhandelt wird. Nach Mietvertragsschluss und Übergabe des Mietobjekts werden gegebenenfalls noch Renovierungsarbeiten durch das Immobilienmanagement veranlasst. Sobald dieses und die Ausstattung und Möblierung der Räume abgeschlossen sind, werden die Plätze an die Regierung von Oberbayern zur Belegung frei gemeldet.

 

Bei Mietvertragsende werden Objekte (Sperrmüllentsorgung, Reinigung, Schönheitsreparaturen) entsprechend für die Rückgabe an den Vermieter vorbereitet.  

 

Wie wird Ihr Objekt belegt? Können Sie mitsprechen?

 

Die Belegung der Unterkünfte mit geeigneten Personen erfolgt durch die Regierung von Oberbayern. Das Landratsamt teilt der Regierung von Oberbayern im Vorfeld neben der Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze in Absprache mit der Gemeinde auch die Wünsche hinsichtlich der Herkunft und Struktur (Einzelpersonen, Familien) der unterzubringenden Personen mit, um eine sozialverträgliche Unterbringung zu erreichen.  

 

Wie werden die Unterkünfte ausgestattet?

 

Die Ausstattung erfolgt durch das Landratsamt gemäß den entsprechend von der Regierung vorgegebenen Leitlinien. Die Sachaufwendungen werden seitens der Regierung von Oberbayern erstattet.

 

Entsprechend der Leitlinien gehören zur Grundausstattung:

  • eine geeignete und separate Schlafgelegenheit pro Bewohner,
  • ein Tisch mit Sitzgelegenheit pro Bewohner,
  • ein abschließbarer Schrank pro Bewohner,
  • ein Kühlvolumen von 20 bis 30 Litern pro Bewohner, wenn dafür nicht andere Räume zur Verfügung stehen,
  • Kochplatte,
  • Spültisch und
  • Möglichkeit zum Aufbewahren von Speisen sowie zur Abfallentsorgung und notwendige Reinigungsgeräte, falls keine gemeinschaftlich genutzten Küchenräume oder andere Kochgelegenheiten vorhanden sind,
  • ein Waschbecken je fünf bis sieben Bewohner,
  • ein Duschplatz je zehn Bewohner,
  • eine Toilette je zehn Bewohner

 

Bei der Beschaffung dieser Gegenstände wird auf Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit geachtet. Einfach und robust ist am besten.