Rahmenplanung Unterbiberg

Der rechtskräftige Bebauungsplan zur Ortserweiterung Unterbiberg (Vivamus) stammt aus dem Jahr 1996 und hat sich in Sachen Wohnbebauung kontinuierlich entwickelt. Für die Sondergebiete für Gewerbe entlang der Lilienthalstraße konnte trotz mehreren Bebauungsplanänderungen in den vergangenen 17 Jahren seit Baurechtsschaffung keine vollständige Lückenschließung erfolgen. Der im Bebauungsplan 1996 ins Auge gefasste neue Büro-, Verwaltungs- und Forschungsstandort Unterbiberg in der Lilienthalstraße wurde bislang nur durch ein größeres Bürogebäude umgesetzt.  

 

Die Nachfrage nach hochwertigen Büro-, Verwaltungs- oder Forschungsnutzungen in Unterbiberg hält sich jedoch in Grenzen, weil der Verkehr derzeit nur durch Wohngebiete und nicht durch die im Bebauungsplan festgesetzte Entlastungsstraße Südanbindung Perlach (SAP) führt. Es ist nicht zu erwarten, dass die SAP ohne Mitwirkung der Stadt München jemals realisiert werden kann. Deshalb hielt der Neubiberger Gemeinderat es für notwendig, die weitere Entwicklung des Ortsteils auf städtebauliche, verkehrliche und marktorientierte Gesichtspunkte hin zu untersuchen und zu gucken, ob und wie die damalige Zielsetzung korrigiert werden kann. Dies erfolgt in einer integrierten städtebaulichen Rahmenplanung, die der Gemeinderat zusammen mit Fachgutachten für Verkehr und Wirtschaft Ende 2013 in Auftrag gegeben hat. Den Planungsprozess gestalten die Grundstückseigentümer, Akteure der jeweiligen politischen Gemeinderatsfraktionen, Vertreter der Agenda 21 und des Umweltbeirats sowie der Universität der Bundeswehr gemeinsam. Daneben können sich auch Bürger bei Informationsveranstaltungen aktiv einbringen.