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Ausstellung zu 70 Jahre Grundgesetz und 100 Jahre Frauenwahlrecht

Mütter des Grundgesetzes

 

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, so heißt es in Artikel 3 des Grundgesetzes. Dieser Artikel ist die Grundlage für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesrepublik Deutschland schlechthin. Und dass dieser Satz Eingang in unser Grundgesetz gefunden hat, ist dem Engagement vier mutiger Frauen zu verdanken: Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel gehörten dem Parlamentarischen Rat an, der 1948 auf der Insel Herrenchiemsee zusammentraf und das bis heute gültige Grundgesetz ausarbeitete.

Die Forderung nach Gleichberechtigung von Frauen und Männern stieß in dieser Zeit nicht immer auf offene Ohren. Die vier Frauen mussten viel Überzeugungsarbeit leisten und sich für den Grundsatz der Gleichberechtigung stark machen, bis dieser im Grundgesetz verankert wurde.

Die Ausstellung zeigt auf 17 Plakaten die Lebenswege der vier „Mütter des Grundgesetzes“ auf und erinnert an deren politisches Engagement. Hintergründe zur Entstehung des Grundgesetzes und zur Frauenbewegung runden die Ausstellung ab.

Die Jubiläen „70 Jahre Grundgesetz“ (2019) und „100 Jahre Frauenwahlrecht“ (2018) geben einen guten Anlass, sich das Ringen um Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu vergegenwärtigen. Auch lädt die Ausstellung ein, die Frage zu stellen, wo wir uns heute befinden. Haben wir neben der verfassungsrechtlich verankerten Gleichberechtigung eine tatsächliche Gleichstellung in allen gesellschaftlichen Bereichen erreicht? Weiterführende Literatur aus der Gemeindebibliothek gibt dazu Denkanstöße.

 
Kategorie:
Kultur
 
Datum:
Dienstag, 17.9.2019 bis 5.10.2019
Ort:
Eintritt:
Kostenfrei
Vorverkauf:
Nein
Veranstalter:
Gemeinde Neubiberg/Archiv, Bibliothek und Gleichstellungsbeauftragte