Veranstaltungen Detail

Natalia Makhotkina, Hermann Michael Schnabel, Lida Zournatzi

Bach trifft Prokofjew

 
Tragen ein gemeinsam konzipiertes Programm vor: Bach, Prokofjew, Rachmaninow und Schubert
(Quelle: Dominik Ketz / privat)

Seit rund 15 Jahren verbindet die Musikschulen Neubiberg und Tschernogolovka eine lebendige Partnerschaft und inspirierende Freundschaft. Musiker und Pädagogen beider Einrichtungen stehen in einem regen fachlichen Austausch und organisieren über ganz Europa hinweg gemeinsame Lehr- und Konzertprojekte.

Musik als Kristallisationspunkt

So auch in diesem Herbst, wenn die vielfach ausgezeichnete russische Pianistin Natalia Makhotkina nach Neubiberg kommt und gemeinsam mit Hermann Michael Schnabel (Holzboehmflöte) und Lida Zournatzi (Klavier) im gemeinsam konzipierten Konzert „Bach trifft Prokofjew“ auftritt.

 

Zeit- und raumdurchschreitender Austausch

In diesem Konzert begegnen sich vier große Komponisten, die in verschiedenen Jahrhunderten wirkten: Johann Sebastian Bach (1685-1750), Franz Schubert (1797-1828), Sergei Sergejewitsch Prokofjew (1891-1953) und Sergei Rachmaninow (1873–1943) und deren Werk in diesem Konzert von drei Musikern realisiert werden - Zusammengebracht und vereint durch die Hingabe zur Schönheit klassischer Musik.

 

Auf dem Programm stehen die h-Moll-Sonate von Bach, die Arpeggione-Sonate von Schubert sowie Prokofjews Sonate für Flöte und Klavier. Solistisch wird Prokofjews Cinderella Suite und eine Polka von Rachmaninow für Klavier zu vier Händen zu hören sein.

 

Natalia Makhotkinas wurde in eine hoch musikalische Familie geboren. Mitte der 90er Jahre studierte sie Jazz Moskauer Gnessins Musikschule und später an der angeschlossenen Gnessins Musikhochschule.
2001 begann sie ihr Studium der klassischen und zeitgenössischen Musik am Staatliche Moskauer P.-I.-Tschaikowski-Konservatorium, unter anderen unter Prof. Alexey Lubimov. Es ist die bekannteste und renomierteste musikalische Ausbildungsstätte Russlands. Ihr Mentor für Klavier war Prof. Vladimir Ovchinnikov, ihr Mentor für Cembalo und Hammerklavier war Prof. Juriy Martynov. Während ihres Studiums nahm sie an vielen Meisterklassen in Deutschland, Frankreich, Litauen und Russland teil, wie auch an vielen internationalen Festivals. Hervorzuheben ist das "Schoenberg Festival" in Moskau und das “Musica Classica” Wettbewerb,  bei dem sie den zweiten Platz erspielte.

Aktuell ist Natalia Makhotkina eine etablierte und gefragte Pianistin, die in ihrer Alma Mater, dem Moskauer Konservatorium,  Studenten im Rahmen ihrer Ausbildung zum Konzertmeister führt. Zusätzlich gibt Mahktokina auch weiterhin Unterricht an der Musikschule in ihrem Heimatort Tschernogolovka.

Seit 2010 tritt sie regelmäßig an der Moskauer Stanilavski Oper auf und ist Mitglied des einmal jährlich stattfindenden Festival “Kulturelle Intelligenz” in der Moskauer Region, dessen Ziel es ist, junge Künstler zu unterstützen und ihnen den kulturellen Austausch über Grenzen hinweg zu ermöglichen.

 

Hermann Michael Schnabel spielt seit seiner Jugend ausschließlich Holzboehmflöten. Sein Repertoire umfasst die französische Literatur der Belle Epoche genauso wie Werke des deutschen und italienischen Barock, der Wiener Klassik und der Moderne. Er initiierte und spielte Uraufführungen von Bearbeitungen berühmter Werke für Flöte und Streichtrio. Er studierte in München bei Jochen Gärtner am Richard – Strauß Konservatorium. Er nahm an Meisterkursen von Geoffrey Gilbert und Trewor Wye in England sowie bei Matt Molloy in Irland teil. Seit seiner Jugend interessiert er sich für die Entwicklung des Instruments und baute eine große Sammlung historischer Querflöten auf. In der Zwischenzeit gilt er als Spezialist auf dem Spiel der Holzboehmflöte, die durch ihre warme und strahlende Klangfarbe besticht. Er ist Schulleiter und Musikpädagoge an der Musikschule Unterhaching e.V. Er konzertiert im In- und Ausland in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen u.a. mit dem Cembalisten Andreas Skouras, der Pianistin Sandra Vucenovic, dem Mio Streichquartett sowie mit Mitgliedern des Modern String Quartetts.        

  
Lida Zournatzi,1971 in Athen geboren, begann mit 9 Jahren ihr Klavierstudium am Athener Konservatorium, wo sie 1994 ihr künstlerisches Diplom mit Auszeichnung erhielt. Anschließend studierte sie bei Prof. Roswitha Gediga an der Hochschule für Musik Köln als Stipendiatin der „A. Onassis“ Stiftung (Konzertexamen in 2002). Sie hat an zahlreichen Klaviermeisterkursen teilgenommen, u.a. bei Jörg Demus, Germaine Mounier, Bernd Glemser, Mitsuko Uchida, P. L. Aimard. Ihre solistische Tätigkeit umfasst Konzerte in vielen europäischen Städten, Teilnahmen an zahlreichen Festivals in Griechenland und Fernsehauftritte (WDR). Neben ihrer Konzerttätigkeit arbeitete die Pianistin am Athener Konzerthaus Megaron, wo sie von 2008 bis 2011 das Programm der Kinder- und Jugendkonzerte mitgestaltet hat. Seit Februar 2013 leitet sie eine Klavierklasse an der Jugendmusikschule Gräfelfing, seit 2018 eine weitere an der Musikschule Unterhaching e.V.

 

Die Veranstaltung findet am Samstag, 16. November um 19 Uhr im Saal des kath. Pfarrzentrums St. Georg, Unterbiberg statt.

Der Eintritt ist kostenfrei.

 

Veranstalter sind die Musikschule Neubiberg in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Neubiberg/Kulturamt und dem Gemeinde-Partnerschaftsverein Neubiberg e. V.

 
Kategorie:
Kultur
 
Datum:
Samstag, 16.11.2019, 19.00 Uhr
Ort:
Kath. Pfarrzentrum St. Georg Unterbiberg, Saal
Eintritt:
Kostenfrei
Veranstalter:
Musikschule Neubiberg, Gemeinde-Partnerschaftsverein Neubiberg e.V. und Gemeinde Neubiberg/Kulturamt