2. Die Wettbewerbsauslobung

Der Architektenwettbewerb

 

Für die Rathaus-Erweiterung und -Sanierung samt der Neugestaltung des Rathausumfeldes wurde 2017 ein Architektenwettbewerb ausgelobt, der durchdachte und hochwertige Planungsideen für Gebäude, Freiflächen und die neue Tiefgarage am Rathaus hervorbringen soll.  

 

Der Gemeinderat Neubiberg hat sich aufgrund einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2015/2016 zur Erweiterung der Rathausflächen für eine Handlungsvariante im Umgang mit dem Gebäudebestand entschieden:

 

  • den Erhalt und die grundlegende Sanierung, ggf. Anpassung des Altgebäudes,
  • den Abbruch des Nebengebäudes (und der benachbarten alten Feuerwehrgarage) sowie
  • die Neuerstellung der fehlenden Verwaltungsflächen in einem Erweiterungsbau.    

 

Die Aufgabenstellung  

 

Der Realisierungswettbewerb wurde durchgeführt, um unterschiedliche Vorentwürfe für die Neuerrichtung eines Verwaltungsgebäudes in der Ortsmitte in Verbindung mit der stimmigen funktionalen und gestalterischen Einbindung des zu sanierenden  /ggf. anzupassenden Altgebäudes zu erhalten.  

 

Zusätzlich hierzu sollte der Wettbewerb verschiedene Konzepte hervorbringen, die das sensible städtebauliche Umfeld des Rathauses mit dem davorliegenden Frei- und Verkehrsraum Rathausplatz sowie der Anbindung hin zur Hauptstraße und neuem Quartiersplatz am Bahnhof attraktiver gestalten, Wegebeziehungen zwischen den einzelnen Gebäuden und Funktionsbereichen aufnehmen und eine wirtschaftliche Erschließung erwarten lassen, die auch den Kriterien eines sparsamen Umgangs mit Grund und Boden und den Ressourcen entspricht.  

 

Besonderer Wert wurde auf die Beachtung der inneren funktionalen Zusammenhänge der neuen Gebäudekonstellation gelegt, wie auch auf das räumliche Einfügen des Neubaus zum Altgebäude, die umliegende Nachbarschaft des Rathausplatzes und die den gesamten Ortsbereich Neubibergs prägende aufgelockerte Siedlungsstruktur.    

 

Angestrebt wurde auch ein Beitrag zur Neuordnung der Zufahrts- und Stellplatzsituation des Rathauses sowie die Schaffung neuer Freiraum- und Platzqualitäten der Vorflächen um das Rathaus als neuem zentralen An- und Zutritt zu den Funktionen eines „Bürgerzentrums am Rathausplatz" aus Rathaus, HfW und dem angrenzenden Veranstaltungssaal der Gemeinde in der Aula der Grundschule.    

 

Um Synergien mit den anliegenden Nutzungen der Ortsmitte (Kundinnen und Kunden des Geschäftsbereich Hauptstraße, Nutzerinnen und Nutzer von HfW, Grundschule mit Aula/Sporthalle, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinderkrippe „KiWi") zu erreichen und funktionelle Mängel im Umfeld abzubauen (Freistellung der Zufahrtswege über den Rathausplatz aufs Grundstück und der benachbarten gemeindlichen Grundstücke von KFZ-Verkehr durch Mitarbeiter und Besucher), soll im Zuge der Wettbewerbsaufgabe eine größere unterirdische Stellplatzanlage entstehen, die die notwendigen Stellplätze für das Rathaus und die benachbarten öffentlichen Einrichtungen HfW, Grundschule mit Aula und Sporthalle sowie der Kinderkrippe an der Wittelsbacherstraße „KiWi" (hier nur Mitarbeiterbedarf) nachweist.