Ortsentwicklung

Jede städtebauliche Entwicklung sollte gut geplant sein. Dafür sind Gutachten unerlässlich. Für Neubibergs Ortsentwicklung ist vor allem das Einzelhandelsgutachten wichtig, das Wirtschaftsgeograf Dr. Ralf Popien aufbauend auf einer Befragung aller Händler und Haushalte Neubibergs Anfang 2008 erstellt hatte. Die Auswertung ergab dabei folgenden Grundtenor: Die Bürger wünschten sich einheitliche und längere Öffnungszeiten, eine bessere Parkplatzsituation an der Hauptstraße, ein breiteres Angebot an Lebensmittelgeschäften, bestehend aus einem Bioladen und verschiedenen Supermärkten, sowie eine attraktivere Gastronomie.

Erweiterung der lebendigen Ortsmitte am S-Bahnhof

Diese Informationen dienen dem Ersten Bürgermeister Günter Heyland als Grundlage für die Planungen der Neubiberger Ortsmitte. Angedacht und von dem Experten empfohlen ist ein neues Einkaufszentrum auf dem gemeindeeigenen Grundstück am Bahnhofsplatz, das den Einzelhandel in der Hauptstraße beleben soll. Gesagt, getan: Auf Wunsch des Gemeinderates erarbeiteten zwei Architekturbüros auf der Basis des Einzelhandels- und zwei weiterer Verkehrsgutachten einen detaillierten Plan zur Nutzung des Grundstücks an der Freiherr-von-Stengel-Straße, den die Gemeindeverwaltung auf einer Bürgerinformationsveranstaltung im Sommer 2009 der breiten Öffentlichkeit vorstellte.

Einzelhandel, Wohnungen, Gastronomie

Konkret heißt das: Zwei mindestens zwei- und maximal dreigeschossig geplante Bebauungsszenarien, wobei das Grundstück dabei nicht nur ausschließlich vom Einzelhandel genutzt werden soll. Ein sogenannter „Hard-Discounter“ wie zum Beispiel Aldi oder Lidl sind dabei wegen seines großen Einzugsbereichs und Stellplatzbedarfs ausgeschlossen.

Die Flächen im Süden des Grundstücks sollen zum Wohnen möglich sein. Am Bahnhof selbst sollen ein attraktiver Bau mit einem Bio- oder Drogeriemarkt und einer Gastronomie sowie ein Bahnhofsvorplatz mit einer hohen Aufenthaltsqualität entstehen. Dazu dienen nicht nur das viele Grün, sondern auch die gute Verkehrserschließung.

Der Flächennutzungsplan

Für das gesamte Gemeindegebiet stellt der Flächennutzungsplan die Art der Bodennutzung dar, d.h. alles, was flächenrelevant und für die Gemeinde von Bedeutung ist. Die Darstellungsmöglichkeiten richten sich nach den Bestimmungen des Baugesetzbuchs. So werden zum Beispiel Bauflächen bzw. Baugebiete, Gemeinbedarfsflächen, Erschließungs- und Versorgungseinrichtungen, Grünflächen, Flächen für die Landwirtschaft, Wald, Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Ausgleichsflächen usw. ausgewiesen.

Der Flächennutzungsplan nimmt nicht nur auf die Bebauung Bezug, sondern auf die gesamte langfristige städtebauliche Entwicklung und ist somit ein wichtiges und übersichtliches Informationsinstrument für Verwaltung und Öffentlichkeit. Als vorbereitender Bauleitplan besitzt der Flächennutzungsplan keine unmittelbare rechtsverbindliche Wirkung. Er begründet insbesondere keinen Rechtsanspruch auf die Nutzung eines Grundstücks, bindet aber die Gemeinde hinsichtlich ihrer aufzustellenden Bebauungspläne.

Der rechtswirksame Flächennutzungsplan Neubibergs wurde 1984 aufgestellt. Seitdem wurde er durch zahlreiche Änderungen und Berichtigungen aktualisiert.

Eine aktuelle Darstellung des Flächennutzungsplans finden Sie hier.

Bei Fragen zum Flächennutzungsplan der Gemeinde Neubiberg, können Sie sich jederzeit an das gemeindliche Bauamt wenden. Selbstverständlich können Sie auch ins Bau-, Planungs- und Umweltamt der Gemeinde Neubiberg kommen, um sich den Flächennutzungsplan in Papierform anzusehen.