Tschernogolowka

Die russische Stadt Tschernogolowka liegt rund 50 km nordöstlich von Moskau und hat etwa 20.500 Einwohner. Im Verlauf der Jahre ist Tschernogolowka zu einem bedeutenden wissenschaftlichen Zentrum herangewachsen: Rund ein Dutzend Forschungseinrichtungen der Russischen Akademie der Wissenschaften gibt es dort.

 

Begrüßt werden Besucher in Tschernogolowka mit einem physikalischen Model namens "Attraktror", das wellenartig wiederkehrende Zustände eines Systems zeigt und Sinnbild für einen attraktiven dynamischen Zustand ist. Es symbolisiert den Charakter und die Anziehungskraft Tschernogolowkas als Wissenschaftsstadt in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

 

Es begann mit einem humanitären Hilferuf

 

Neben zwischenmenschlichen und kulturellen Aspekten sind bei den Partnerschaften mit osteuropäischen Staaten auch humanitäre und strukturelle Hilfeleistungen ein wesentliches Element. Die Partnerschaft zwischen der deutschen und der russischen Kommune hat mit einem humanitären Hilfsaufruf begonnen, den die Gemeinde Neubiberg zum Jahreswechsel 1990/91 zusammen mit der Universität der Bundeswehr und den Kirchen in Neubiberg und Waldperlach aufgrund der damaligen großen wirtschaftlichen Not in Russland an die Bevölkerung gerichtet hat. Hilfsaktionen sind auch heute noch ein wichtiger Teil der wechselseitigen Beziehungen. Aus dem ersten Engagement ist zwischenzeitlich eine gemeindliche Partnerschaft auf breiter Basis erwachsen. Seit 2003 besteht auch eine Partnerschaft zwischen den örtlichen Musikschulen.

 

Mehr Informationen über Neubibergs russische Partnerstadt sind zu finden auf der Website der Stadt Tschernogolowka.

 

Austausch von Erwachsenen und Jugendlichen

 

Im Sinne der Völkerverständigung und um die deutsch-russische Freundschaft auch durch persönliche Kontakte aufrecht zu erhalten, fördert der Gemeinde-Partnerschaftsverein neben dem Austausch von Erwachsenen auch den von Jugendlichen. Eine gute Möglichkeit für Jugendliche, einmal ins andere Land reisen zu können, bietet auch das Goetheinstitut. Näheres unter "to4ka-treff".

Interessierte haben auch die Möglichkeit einen virtuellen Rundgang durch die weltweit berühmte Tretjakov-Galerie online anzutreten.

 

Unterbiberger Hofmusik im Herzen Russlands

 

Von der buchstäblichen Herzlichkeit empfangen, spielte die Unterbiberger Hofmusik für russische Ohren sicher ungewohnte Töne: Authentische bayerische Volksmusik mischt sich mit lateinamerikanischen und osmanischen Klängen. Nicht nur im begeisterten Publikum waren mehrere Generationen vertreten, sondern auch bei den Ehrenamtlichen, die sich für den Austausch teilweise bereits seit 25 Jahren engagieren.

 

Einen Vorgeschmack der Wertschätzung der Städtepartnerschaft erhalten Interessierte hier. Der Videoausschnitt zeigt ein Konzert der Unterbiberger Hofmusik im Konzertsaal der Partnerstadt Tschernogolovka vom 6. Juni 2015.