Radfahrerschutzstreifen

Mehr Sicherheit für Alle!

 

In der Hauptstraße kommen sich die verschiedenen Verkehrsteilnehmer zum Teil in die Quere. Radler meiden diese Straße heute oft - oder weichen verkehrswidrig auf die schmalen Gehwege aus. Immer wieder ereignen sich dort auch Rad-Unfälle unter Beteiligung von Fußgängern oder aussteigenden Beifahrern.

Daher wurde im Gemeinderat beschlossen, an der Hauptstraße für ein Mehr an Sicherheit und Attraktivität für den Radverkehr einen sogenannten "Schutzstreifen" zu markieren. Auch Fußgänger und Autofahrer profitieren durch mehr Sicherheit und Übersichtlichkeit im Verkehrsgeschehen von der Neuordnung des Radverkehrs.

Die wichtigsten Infos im Überblick

 

Was ist ein Schutzstreifen?

Schutzstreifen führen Radfahrer in einem eigenen Bereich sicher auf der Fahrbahn. Eine gestrichelte Linie und Fahrrad-Piktogramme markieren Verlauf und Nutzerkreis. Er hebt sich dadurch vom Rest der normalen Fahrbahn ab. Der Schutzstreifen ist jedoch kein von der Fahrbahn getrennter Radweg, sondern bleibt Bestandteil der Fahrbahn. Nach dem Motto „Sehen und gesehen werden" zeigt der Schutzstreifen den anderen Fahrbahn-Nutzern: Achtung, hier fahren die Radler - sie gehören zum Straßenverkehr.

 

Wo wird der Schutzstreifen angelegt?

Der Schutzstreifen wird in der Hauptstraße im Randbereich der Fahrbahn angelegt. Er reicht im Süden von Höhe des Bahnhofsplatzes über die Kaiserstraße bis zur Einmündung der Hohenbrunner Straße, im Norden bis zur Hauptstraße 51. Auf einem kurzen südlichen Stück auf Höhe der Hausnummern 24 – 32 muss zum Erhalt der Parkplätze auf den vorhandenen baulichen Radweg verschwenkt werden.

 

Was bewirkt der Schutzstreifen?

Mehr Ordnung: Auto- und Radfahrer nutzen wie bisher beide die Fahrbahn, aber jeder hat nun einen eigenen Bereich. Schutzstreifen machen deutlich: Radfahrer brauchen und haben ihren Platz im Verkehrsraum. Das führt zu mehr Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme. Mehr Sicherheit: Auf dem Schutzstreifen fahren Radfahrer sicherer, als man denkt. Autos überholen zum Beispiel mit größerem Abstand. Autofahrer können die Radfahrer auf Schutzstreifen besser sehen, vor allem an Kreuzungen, Einmündungen und Ausfahrten. Fußgänger profitieren ebenfalls: Sie haben ihre Gehwege wieder für sich.

 

Wer fährt auf dem Schutzstreifen?

Alle Erwachsenen sowie Kinder ab 10 Jahren müssen den Schutzstreifen nutzen. Diese Vorschrift leitet sich aus dem Rechtsfahrgebot ab. Kinder ab 8 Jahren dürfen den Schutzstreifen oder den Gehweg nutzen, haben also ein Wahlrecht. Kinder unter 8 Jahren müssen weiterhin den Gehweg benutzen und können von Eltern im Schritttempo begleitet werden.