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Infoveranstaltung

Landratsamt errichtet Traglufthalle für Asylbewerber auf ehemaliger Landebahn

Wer mehr dazu erfahren möchte, kann am 1. Juli zu einer Abendveranstaltung in die Neubiberger Grundschulaula kommen.
24. Juni 2015

Der gegenwärtige Zustrom von Asylsuchenden hat erneut ein Ausmaß angenommen, das Regierung und Landkreise an ihre Belastungsgrenze führt. Dem Landkreis München werden seit Anfang Juni wöchentlich mindestens 90 Asylbewerber zur Unterbringung zugewiesen. Die Kapazitäten in Einzel- wie in Sammelunterkünften sind jedoch längst erschöpft. Solange dem Landratsamt keine geeigneten, kurzfristig nutzbaren Unterkünfte oder Grundstücke zur Bebauung mit größeren Objekten für ausreichend Platz für viele Menschen angeboten werden, kann das Landratsamt seine Pflicht nur erfüllen, indem es Notunterkünfte einrichtet. Um insbesondere keine weiteren Sporthallen belegen zu müssen, werden in den kommenden Wochen mehrere Traglufthallen im Landkreis aufgestellt werden, die jeweils 200 bis 300 Menschen eine Unterkunft bieten. In Neubiberg wird am östlichen Ende der ehemaligen Landebahn (Festplatz) solch eine Traglufthalle errichtet.  

 

Die Traglufthallen sollen im Rahmen des Landkreiskonzeptes eine Art Drehscheibenfunktion übernehmen. Das heißt, neu ankommende Asylbewerber werden zunächst in den Hallen untergebracht. Von dort werden sie dann, sobald neue Unterkünfte in den Landkreisgemeinden errichtet sind oder einzelne Plätze in bestehenden Häusern freiwerden, weiterverteilt. „Die Qualität der Unterbringung in den Traglufthallen sei darüber hinaus um ein Vielfaches hochwertiger, als sie es in einer Turnhalle je sein könnte“, sagt Landrat Christoph Göbel.  

 

Das Landratsamt und die Gemeinde laden alle interessierte Bürger zu einer Informationsveranstaltung zur geplanten Traglufthalle auf der ehemaligen Landebahn am Mittwoch, 1. Juli 2015, um 19.30 Uhr in der Aula der Grundschule Neubiberg am Rathausplatz 9 ein.