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Sauerlach

Erste Asylbewerber ziehen in neue Unterkunft

Sechs Familien aus Afghanistan und Albanien werden für die nächsten Wochen in Sauerlach am Lindenweg wohnen. Die neue Unterkunft bietet Platz für insgesamt 64 Personen.
1. Juli 2015

Neue Asylbewerberunterkunft in Sauerlach (Foto: Landratsamt München)

Die ersten 24 Asylbewerber ziehen heute in die neue Unterkunft in Sauerlach ein. Insgesamt stehen Wohnmöglichkeiten für 64 Personen zur Verfügung. Die noch freien Plätze werden schon in wenigen Wochen ebenfalls belegt sein. Unter den Asylsuchenden sind sechs Familien – jeweils Mutter, Vater und zwei Kinder. Drei Familien kommen aus Afghanistan und drei aus Albanien.

 

Ausgestattet mit einem ersten Taschengeld werden sie im Laufe des Tages in Sauerlach eintreffen. Mitarbeiter von Leistung und Sozialbetreuung werden ebenfalls vor Ort sein und den Menschen bei der ersten Orientierung helfen. Eine Sozialbetreuerin des Landratsamtes München wird künftig teilweise in Sauerlach und teilweise im Landratsamt München als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. Eine Objektbetreuung wird 24 Stunden anwesend sein.

 

Gemeinde gut vorbereitet

 

Vor eineinhalb Wochen hatten weit über 100 Bürger der Gemeinde die Gelegenheit genutzt, sich selbst ein Bild von der neuen zweigeschossigen Asylbewerberunterkunft zu machen. Mitglieder des örtlichen Helferkreises waren ebenfalls vor Ort und informierten die Besucher. Um die neue Aufgabe gut zu meistern wurde auch das Personal im Rathaus aufgestockt.

 

Nur drei Monate vom Baubeginn bis Einzug

 

Das Haus am Lindenweg ist für eine Nutzungsdauer auf zehn Jahre ausgelegt. Die Unterkunft in Containerbauweise wurde schnell realisiert, erst Mitte April 2015 war der offizielle Baubeginn. Von den insgesamt 64 Plätzen sind zehn für Obdachlose der Gemeinde vorgesehen. Es gibt 14 Wohneinheiten für Familien oder Wohngruppen sowie ein barrierefreies und rollstuhlgerechtes Einzelzimmer. Alle Zimmer sind mit Küchenzeile, Bad/Dusche und WC ausgestattet. Neben den Wohnräumen bietet das Haus verschiedene Gemeinschaftsräume. Das Raumprogramm sieht außerdem Freianlagen mit Sitzgelegenheiten und Spielplatzflächen, sechs Stellplätze für Kraftfahrzeuge sowie überdachte Fahrradständer vor.