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Asyl und Integration

"Die Luft ist raus" - Abbau der Traglufthalle Neubiberg

Pressemitteilung des Landratsamtes München vom 10.08.2016.
10. August 2016

Die Traglufthalle in Neubiberg wurde planmäßig nach einem Jahr wieder abgebaut. (Foto: Gemeindearchiv)

Sieben Traglufthallen hatte der Landkreis im vergangenen Jahr kurzfristig als Notunterkünfte für Asylbewerber eröffnet. Da in den vergangenen Monaten weniger hilfesuchende Menschen in den Landkreis gekommen sind und viele Bauprojekte abgeschlossen werden konnten, wurden die ersten Hallen nun fristgerecht abgebaut. In Neubiberg, Taufkirchen und Oberhaching ist die Luft bereits raus.

Als im vergangenen Jahr der Flüchtlingszustrom so stark wurde, dass nicht rechtzeitig genug feste Unterkünfte gebaut werden konnten, war der Landkreis München gezwungen, alternative Unterbringungsmöglichkeiten in kurzer Zeit zu schaffen. In Hochzeiten erreichten die Kreisbehörde rund 145 schutzsuchende Personen pro Woche.

Nach Berliner Vorbild entschied sich der Landkreis für die vorübergehende Unterbringung der Menschen in Traglufthallen. Die erste ging im Juli 2015 in Taufkirchen an den Start. Weitere sechs Hallen folgten in Neubiberg, Ober- und Unterhaching, Grünwald, Unterföhring und Haar.

Zeitplan eingehalten

Die ersten drei Hallen sind bereits fristgerecht wieder an den Vermieter übergeben worden: In der Taufkirchener Halle sind bereits seit 6. Juli keine Flüchtlinge mehr untergebracht. Auch die Unterkünfte in Neubiberg und Unterhaching wurden bereits übergeben. Spätestens Ende August folgt nun die Rückgabe der Oberhachinger Notunterkunft.

Doppel-Traglufthalle als Rückfallebene

Trotz der Eröffnung neuer Unterkünfte leben aktuell immer noch knapp 1000 Menschen in den verbliebenen Traglufthallen. Durch den zwischenzeitlichen Baustopp der Regierung von Oberbayern verzögerte sich die Fertigstellung vieler Unterkünfte teils um einige Monate. Auch ist unklar, wie sich die Flüchtlingsbewegung in den kommenden Monaten entwickeln wird.