Biologische Vielfalt

Bereits 1992 wurde von der UN-Konferenz für Umwelt- und Entwicklung in Rio de Janeiro das "Übereinkommen über die biologische Vielfalt" verabschiedet. Seine übergeordneten Ziele sind die Erhaltung biologischer Vielfalt, eine nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile und die gerechte Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung genetischer Ressourcen.
Damit wird deutlich, dass es kein reines Natur- oder Artenschutzabkommen ist. Grundlegender Ansatz ist vielmehr, dass Schutz und Nutzung der biologischen Vielfalt stets aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht betrachtet werden. Dabei soll die ökologische Tragfähigkeit Maßstab der ökonomischen und sozialen Entscheidung sein.
 
Die biologische Vielfalt – oder Biodiversität – ist die Vielfalt der Ökosysteme (Lebensräume), der Arten und der Gene innerhalb einzelner Arten. Sie ist eine existenzielle Grundlage für das menschliche Leben. Es sind nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische, soziale und kulturelle und nicht zuletzt ethische Aspekte, die den Erhalt der biologischen Vielfalt zwingend notwendig machen.

Neubiberg als Erstunterzeichnerin

Im Februar 2010 verabschiedeten Vertreter von 30 Gemeinden, der kommunalen Spitzenverbände, des Bundesamtes für Naturschutz sowie der Deutschen Umwelthilfe eine "Deklaration für biologische Vielfalt". Mit dieser bekunden die unterzeichnenden Städte und Gemeinden ihren Willen, sich auf kommunaler Ebene für die biologische Vielfalt in Deutschland einzusetzen.
 
Zu den Erstunterzeichnern gehörte auch die Gemeinde Neubiberg. Die Deklaration wurde am Samstag, dem 22. Mai 2010 - dem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt - öffentlich bekanntgegeben. Seitdem haben mehr als 369 Kommunen die Deklaration unterzeichnet, 222 Städte und Gemeinde sind bis Februar 2020 dem Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" beigetreten.

Grün belebt - Gemeinsam Grünflächen gestalten

Wenn auch Sie öffentliche Grünflächen bepflanzen möchten, dann beteiligen Sie sich doch an der Aktion der Gemeindeverwaltung Neubiberg "Grün belebt!". Als "Grünpate" oder "Grünpatin" übernehmen Sie ehrenamtlich eine kleine öffentliche Grünfläche in unmittelbarer Nähe zu Ihrem Grundstück.

Mit dem Gärtner vom Bauhof besprechen Sie - soweit erforderlich - die Bepflanzung. Denn bei der Pflanzenauswahl soll ein homogenes Straßenbild erhalten bleiben. Der Bauhof besorgt die ausgewählten Blumen oder Sträucher und stellt sie Ihnen dann zur Verfügung.

Je nach Art der Grünfläche muss bisweilen Unkraut gezupft, der Boden gelockert und gewässert und der Rasen gemäht werden. Im Frühjahr und Sommer müssen gegebenenfalls Blumen eingepflanzt werden. Die Baumpflege übernehmen weiterhin die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs.

Machen Sie mit und bringen Sie mit "Grün belebt!" noch mehr Vielfalt in das Ortsbild von Neubiberg und Unterbiberg! Bei Interesse setzen Sie sich direkt mit dem Sachgebiet Umwelt- und Naturschutz in Verbindung. Als Dankeschön und Wertschätzung bringt die Gemeinde ein kleines Schild an der Grünfläche, die Sie pflegen, an, und Sie erhalten eine Urkunde der Gemeinde als zusätzliche Wertschätzung.

Kontakt

Frau Buchinger

Sachgebietsleitung Umwelt- und Naturschutz

Telefon: 089 60012-923

Mail: bauamt@neubiberg.de

Frau Sedelmayer

Umwelt- und Naturschutz

Telefon: 089 60012-952

Mail: bauamt@neubiberg.de

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